Die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt hat angekündigt, alle bildungspolitischen Zuständigkeiten – von der frühkindlichen Betreuung bis zu den Hochschulen – künftig in einem Ressort zu bündeln. Ziel sei es, Entscheidungswege zu verkürzen und Überschneidungen zwischen verschiedenen Ministerien zu vermeiden.
Dazu erklärt Dr. Hans-Thomas Tillschneider, Sprecher der AfD-Landtagsfraktion für Bildung, Kultur und Wissenschaft: „Wir fordern seit Langem, Wissenschaft und Bildung organisatorisch wieder zusammenzuführen, weil beides wesensmäßig zusammengehört. Dass die Wissenschaft dem Wirtschaftsministerium zugeschlagen wurde, war Ausdruck einer ökonomistisch verengten Perspektive. Insofern sind die aktuellen Überlegungen der CDU richtig, korrigieren jedoch nur einen alten Fehler der CDU. Außerdem zeugt der Vorstoß wieder einmal davon, dass die CDU nichts von Bildung versteht. Die Kultur nämlich, die genauso wie die Wissenschaft zur Bildung gehört, bleibt außen vor.
Dafür wird die sogenannte frühkindliche Bildung mit einbezogen, die jedoch keine echte Bildung ist. Wer Bildung nur als organisatorischen Ablauf von der Kita bis zur Hochschule versteht, verkennt, dass sie auf kulturellen Voraussetzungen beruht. Wertevermittlung, kulturelle Bildung und historisches Bewusstsein sind elementare Bestandteile eines gebildeten Bildungsbegriffs, wie ihn die AfD vertritt.
Im Falle einer Regierungsverantwortung ab dem kommenden Jahr werden wir die Ministerien grundlegend neu ordnen und ein eigenständiges Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft schaffen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Bildung nicht isoliert betrachtet, sondern in ihrem kulturellen und wissenschaftlichen Kontext vollständig erfasst und gefördert wird.“

https://afdfraktion-lsa.de/bildung-wissenschaft-und-kultur-gehoeren-zusammen/
15.8.2025