2. September 2025

Qualifikation statt Quote – Gleichstellungspolitik an Universitäten beenden

Antrag vom 2. Sep­tem­ber 2025

Druck­sa­che 8/5885 (2 S.)

Kurz­be­schrei­bung

Mit Antrag der AfD-Frak­ti­on wird die Lan­des­re­gie­rung auf­ge­for­dert, alle Gleich­stel­lungs­pro­gram­me an Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len des Lan­des Sach­sen-Anhalt zu been­den. Das „Ziel der Gleich­stel­lung“ soll im Hoch­schul­ge­setz Sach­sen-Anhalts durch den Grund­satz der Gleich­be­rech­ti­gung ersetzt wer­den. An Hoch­schu­len und Uni­ver­si­tä­ten in Sach­sen-Anhalt wird seit Jah­ren eine Gleich­stel­lungs­po­li­tik betrie­ben, die den Grund­satz der Qua­li­fi­ka­ti­on zuguns­ten poli­tisch moti­vier­ter Quo­ten und För­der­maß­nah­men unter­läuft. Eine moder­ne Wis­sen­schafts- und Hoch­schul­po­li­tik muss sich jedoch an den Prin­zi­pi­en der Gleich­be­rech­ti­gung, der Chan­cen­gleich­heit und der Leis­tungs­ori­en­tie­rung aus­rich­ten. Geschlecht darf dabei weder Vor- noch Nach­teil sein. Die Been­di­gung der Gleich­stel­lungs­po­li­tik und die Strei­chung des Gleich­stel­lungs­ziels im Hoch­schul­ge­setz sind not­wen­di­ge Schrit­te, um den Hoch­schu­len in Sach­sen-Anhalt wie­der eine sach­ge­rech­te, freie und leis­tungs­ori­en­tier­te Per­so­nal­po­li­tik zu ermöglichen.

Antrag
Qua­li­fi­ka­ti­on statt Quo­te – Gleich­stel­lungs­po­li­tik an Uni­ver­si­tä­ten beenden

Der Land­tag wol­le beschließen:

  1. Die Lan­des­re­gie­rung wird auf­ge­for­dert, alle Gleich­stel­lungs­pro­gram­me an Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len des Lan­des Sach­sen-Anhalt zu been­den, ins­be­son­de­re Frau­en­för­der­pro­gram­me ein­schließ­lich der Teil­nah­me am Pro­fes­so­rin­nen­pro­gramm III.
  2. Das „Ziel der Gleich­stel­lung“ im Hoch­schul­ge­setz Sach­sen-Anhalts ist zu strei­chen und durch den Grund­satz der Gleich­be­rech­ti­gung zu ersetzen.
  3. Die Funk­ti­on der Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten an Hoch­schu­len wird aufgehoben.
  4. Die Ver­ga­be von Pro­fes­su­ren, Sti­pen­di­en, Lehr­stüh­len und Uni­ver­si­täts­stel­len hat aus­schließ­lich nach fach­li­cher und wis­sen­schaft­li­cher Qua­li­fi­ka­ti­on zu erfol­gen. Es ist eine lan­des­recht­li­che Rege­lung zu schaf­fen, wonach Geschlech­ter­quo­ten an den Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len gene­rell rechts­wid­rig sind.
  5. Die Ziel­ver­ein­ba­run­gen sind dem­entspre­chend anzupassen.

Begrün­dung

An Hoch­schu­len und Uni­ver­si­tä­ten in Sach­sen-Anhalt wird seit Jah­ren eine Gleich­stel­lungs­po­li­tik betrie­ben, die den Grund­satz der Qua­li­fi­ka­ti­on zuguns­ten poli­tisch moti­vier­ter Quo­ten und För­der­maß­nah­men unter­läuft. Pro­gram­me wie das Pro­fes­so­rin­nen­pro­gramm III bevor­zu­gen Bewer­be­rin­nen allein auf­grund ihres Geschlechts und dis­kri­mi­nie­ren damit Män­ner sachgrundlos.

Das im Hoch­schul­ge­setz ver­an­ker­te „Ziel der Gleich­stel­lung“ ver­engt den Blick auf ein rein geschlech­ter­be­zo­ge­nes Kri­te­ri­um und miss­ach­tet den Grund­satz, dass allein die indi­vi­du­el­le Leis­tung und Eig­nung ent­schei­dend sein soll­ten. Die staat­li­che För­de­rung sol­cher Pro­gram­me pro­pa­giert zudem Ele­men­te des „Gen­der-Main­strea­ming“ – eine Ideo­lo­gie, die in die Frei­heit von Wis­sen­schaft und Leh­re ein­greift, gewach­se­ne Geschlechts­iden­ti­tä­ten rela­ti­viert und den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt schwächt.

Dar­über hin­aus beschnei­den Gleich­stel­lungs­maß­nah­men die Auto­no­mie der Hoch­schu­len erheb­lich. Ent­schei­dun­gen über Per­so­nal­fra­gen müs­sen in die allei­ni­ge Ver­ant­wor­tung der Hoch­schu­len fal­len, ohne poli­ti­sche Vor­ga­ben oder Ziel­vor­ga­ben zur Geschlechterquote.

Quo­ten­re­ge­lun­gen und För­der­maß­nah­men für ein­zel­ne Grup­pen füh­ren zu einer Abkehr vom Leis­tungs­prin­zip, unter­gra­ben den Wett­be­werb um die bes­ten Köp­fe und schwä­chen die Qua­li­tät von For­schung und Lehre.

Eine moder­ne Wis­sen­schafts- und Hoch­schul­po­li­tik muss sich an den Prin­zi­pi­en der Gleich­be­rech­ti­gung, der Chan­cen­gleich­heit und der Leis­tungs­ori­en­tie­rung aus­rich­ten. Geschlecht darf dabei weder Vor- noch Nach­teil sein. Die Been­di­gung der Gleich­stel­lungs­po­li­tik und die Strei­chung des Gleich­stel­lungs­ziels im Hoch­schul­ge­setz sind not­wen­di­ge Schrit­te, um den Hoch­schu­len in Sach­sen-Anhalt wie­der eine sach­ge­rech­te, freie und leis­tungs­ori­en­tier­te Per­so­nal­po­li­tik zu ermöglichen.

Oli­ver Kirchner
Fraktionsvorsitz

Antrag als PDF-Datei

https://afdfraktion-lsa.de/qualifikation-statt-quote-gleichstellungspolitik-an-universitaeten-beenden/

https://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp8/drs/d5885aan.pdf

2.9.2025