Frühkindliche Bildung ernst nehmen – offene Kindergarten-Konzepte in Sachsen-Anhalt beenden!
Antrag vom 20. Januar 2026 (ausgegeben am 21. Januar 2026)
Drucksache 8/6497 (2 S.)
Kurzbeschreibung
Offene Kindergartenkonzepte werden seit Jahren als moderne Reformideen angepriesen, haben sich in der Praxis jedoch als pädagogischer Irrweg erwiesen. Besonders junge Kinder brauchen feste Bezugspersonen, klare Strukturen und verlässliche Abläufe – genau das, was offene Konzepte systematisch auflösen. Wer Kindern verbindliche Lern- und Förderstrukturen vorenthält, nimmt Bildungsdefizite bewusst in Kauf und verschärft die bereits bestehenden Probleme in Grundschulen und weiterführenden Schulen. Mit Antrag der AfD-Fraktion wird die Landesregierung daher aufgefordert, dafür zu sorgen, dass in allen Kindertageseinrichtungen des Landes zukünftig keine offenen pädagogischen Konzepte mehr angewendet werden. Stattdessen sollen strukturierte Gruppenmodelle mit festen Bezugserziehern, klaren Tagesabläufen und verbindlichen Lern- und Entwicklungsangeboten verpflichtend sein.
Antrag
Frühkindliche Bildung ernst nehmen – offene Kindergarten-Konzepte in Sachsen-Anhalt beenden!
Der Landtag wolle beschließen:
Die Landesregierung wird aufgefordert,
1. dafür zu sorgen, dass in allen Kindertageseinrichtungen des Landes zukünftig keine offenen pädagogischen Konzepte mehr angewendet werden. Stattdessen sollen strukturierte Gruppenmodelle mit festen Bezugserziehern, klaren Tagesabläufen und verbindlichen Lern- und Entwicklungsangeboten verpflichtend sein;
2. bis zum 2. Quartal 2026 einen Maßnahmenkatalog vorzulegen, der beschreibt, wie bestehende offene Konzepte schrittweise in feste Gruppenstrukturen überführt werden können;
3. das Bildungsprogramm „Bildung: elementar – Bildung von Anfang an“ grundlegend zu überarbeiten und entsprechend anzupassen, sodass feste Stammgruppen, verlässliche Bezugspersonen und verbindliche Tagesstrukturen als pädagogische Grundprinzipien verankert werden.
Begründung
Offene Kindergartenkonzepte werden seit Jahren als moderne Reformideen angepriesen, haben sich in der Praxis jedoch als pädagogischer Irrweg erwiesen.
Besonders junge Kinder brauchen feste Bezugspersonen, klare Strukturen und verlässliche Abläufe – genau das, was offene Konzepte systematisch auflösen. Damit verfehlen sie die grundlegenden Bedürfnisse eines Kindes und gefährden seine emotionale und kognitive Entwicklung.
Sprachentwicklung, Konzentrationsfähigkeit und soziale Reife entstehen nicht durch Beliebigkeit, sondern durch klare Anleitung und pädagogisch geplante Lernangebote. Wer Kindern verbindliche Lern- und Förderstrukturen vorenthält, nimmt Bildungsdefizite bewusst in Kauf und verschärft die bereits bestehenden Probleme in Grundschulen und weiterführenden Schulen.
Strukturierte Gruppenmodelle mit festen Bezugserziehern bieten demgegenüber genau das, was Kinder brauchen: Sicherheit, Orientierung, Stabilität und eine fördernde Umgebung, die auf die tatsächlichen Entwicklungsbedürfnisse abgestimmt ist. Angesichts der nachweisbaren Defizite bei Sprache, Verhalten und Lernbereitschaft reicht es nicht mehr aus, offene Konzepte lediglich zu „überdenken“ – sie müssen beendet werden.
Ulrich Siegmund
Fraktionsvorsitz
Antrag als PDF-Datei
https://afdfraktion-lsa.de/fruehkindliche-bildung-ernst-nehmen-offene-kindergarten-konzepte-in-sachsen-anhalt-beenden/
https://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp8/drs/d6497aan.pdf
20.1.2026 (ausgegeben am 21.1.2026)