20. März 2026

Überreste von Kaiser Otto ausgestellt – Substanzlose Schaulust!

Pres­se­mit­tei­lung vom 20. März 2026

Im Rah­men der Öff­nung des Sar­ko­phags von Kai­ser Otto im Mag­de­bur­ger Dom wur­den sei­ne Gebei­ne unter­sucht und anschlie­ßend im Hör­saal der Mag­de­bur­ger Uni­ver­si­täts­me­di­zin öffent­lich aus­ge­stellt. Ein evan­ge­li­scher Ober­kir­chen­rat hielt dafür, dass dabei Erkennt­nis­in­ter­es­se und „respekt­vol­ler Umgang mit Ver­stor­be­nen“ in ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis gebracht wor­den seien.

Dazu erklärt Dr. Hans-Tho­mas Till­schnei­der, Spre­cher der AfD-Land­tags­frak­ti­on für Bil­dung, Kul­tur und Wissenschaft:

„Die Äuße­run­gen des Kir­chen­ver­tre­ters set­zen wie­der ein­mal einen fal­schen Akzent. Das Pro­blem ist nicht das all­ge­mei­ne, mit Fra­gen der Men­schen­wür­de gene­rell zusam­men­hän­gen­de Pro­blem, ob Gebei­ne von Toten aus­ge­stellt wer­den kön­nen. Das Pro­blem ist, dass hier die Gebei­ne des Grün­ders des Deut­schen Rei­ches und damit der Prä­fi­gu­ra­ti­on unse­res Staa­tes öffent­lich aus­ge­stellt wer­den, als han­de­le es sich um ein kurio­ses Fossil.

Was Gegen­stand nicht nur von all­ge­mei­nem Men­schen­re­spekt, son­dern von natio­na­ler Ver­eh­rung ange­sichts his­to­ri­scher Grö­ße sein soll­te, wird bana­ler Neu­gier aus­ge­lie­fert. Der Sinn die­ser Kno­chen erschöpft sich mit­nich­ten in den ables­ba­ren Krank­hei­ten des Ver­stor­be­nen, sei­ner Kör­per­grö­ße und sei­nen Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten. Es sind Reli­qui­en der deut­schen Nati­on. Es wäre aller­dings zu viel ver­langt, vom herr­schen­den Wis­sen­schafts- und Kul­tur­be­trieb einen dem ent­spre­chen­den Umgang mit die­sen Gebei­nen zu verlangen!“

https://afdfraktion-lsa.de/substanzlose-schaulust/
20.3.2026