„Habt ihr nicht gelesen, dass der, welcher sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau schuf und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein?“ (Matthäus 19, 4–5)
Das Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz hat im Namen der „Kommission für Erziehung und Schule“ unter dem Titel „Geschaffen, erlöst und geliebt“ Anfang Oktober 2025 ein Dokument veröffentlicht, das Leitlinien für den Umgang mit der „Vielfalt sexueller Identität in der Schule“ festlegen soll. Das Dokument ist für Schulen in Trägerschaft der katholischen Kirche verbindlich, gilt aber auch für katholischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen, der von entsandten Lehrerkräften erteilt wird. Dieses Dokument fordert, zur Vermeidung von angeblicher Diskriminierung alle möglichen Formen der Sexualität und sexueller Gemeinschaft gleichwertig neben die Ehe aus Mann und Frau zu stellen. Die Ehe aus Mann und Frau soll in der Schule nicht mehr als Vorbild der Lebensgestaltung präsentiert werden.
Dazu erklärt Dr. Hans-Thomas Tillschneider, Sprecher der AfD-Landtagsfraktion für Bildung, Kultur und Wissenschaft sowie Religionsfragen: „In schwer häretischer ‚Begründung‘ wird aus der Menschwerdung Gottes abgeleitet, dass alle Formen des Sexualverhaltens gleichwertig und gleich gültig seien. Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus kann jedoch nicht bedeuten, dass alles per se geheiligt wäre, was Menschen so auf Erden treiben, sondern bedeutet, dass Menschen gerade wegen ihrer Mängel zur Heiligung und einem gottgemäßen Ideal der Lebensgestaltung aufgerufen sind und danach streben sollen.
Dieses Ideal ist in sexueller Hinsicht zweifellos die bis zum Tode bestehende Ehe aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen. Auch wenn immer weniger dieses Ideal erreichen und es in unserer Zeit schwerer erscheinen mag als früheren Generationen, so muss es doch aus theologischer – und nicht nur theologischer Sicht – Ideal bleiben. Dem Sünder ist mit Güte und Nachsicht zu begegnen, aber eine falsch verstandene Nächstenliebe darf nicht dazu führen, dass Sünde zu Rechtleitung verdreht wird. Mit der Begründung, niemanden ‚diskriminieren‘ zu wollen, versucht die katholische Kirche jedoch genau dies. Die Ehe als lebenslang angelegtes Treuebündnis von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, wird dadurch, dass alle Abweichung davon als ebenso legitim und anstrebenswert erscheinen, in einen Kontext der Beliebigkeit gestellt, entwertet und gegen das Zeugnis der Schrift ihrer herausgehobenen Stellung beraubt.
Die Bischöfe aber gehen noch weiter: Schüler, die noch klare Vorstellungen davon haben, ‚was ein richtiger Mann oder eine richtige Frau ist‘, werden angegriffen und als problematisch dargestellt. Sog. ‚Regenbogenfamilien‘ dagegen sollen einen ‚wichtigen Beitrag zur vielfaltsorientierten Sensibilisierung einer schulischen Lerngemeinschaft‘ leisten. Mit diesem Dokument kapituliert die katholische Kirche vollständig vor dem Regenbogenkult und hält nicht einmal mehr den Anschein christlicher Gesinnung aufrecht. Die AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt sieht sich dadurch erneut bestärkt in ihrem kirchenkritischen Kurs. Einer Kirche, die agiert wie eine zweite grüne Partei, muss jeder Einfluss auf die Schulen genommen werden!“

https://afdfraktion-lsa.de/ein-hort-der-haeresie/
10.11.2025