16. Juni 2026

Bekenntnis zu Staat, Demokratie und deutscher Kultur als Voraussetzung staatlicher Kulturförderung

Antrag vom 16. Juni 2026

Druck­sa­che 8/7118 (2 S.)

Kurz­be­schrei­bung

Die Kul­tur­för­de­rung des Lan­des Sach­sen-Anhalt dient dem Erhalt und der Fort­ent­wick­lung ihrer kul­tu­rel­len Grund­la­gen. Es ist daher legi­tim und gebo­ten, dass Emp­fän­ger staat­li­cher För­der­mit­tel ein Min­dest­maß an Loya­li­tät gegen­über dem demo­kra­ti­schen Gemein­we­sen, dem Land Sach­sen-Anhalt und der deut­schen Kul­tur­na­ti­on erken­nen las­sen. Die Lan­des­re­gie­rung wird mit Antrag der AfD-Frak­ti­on auf­ge­for­dert, dafür Sor­ge zu tra­gen, dass Emp­fän­ger von Kul­tur­för­de­rung des Lan­des Sach­sen-Anhalt oder sei­ner Kom­mu­nen eine Erklä­rung abzu­ge­ben haben, die bestä­tigt, dass sich der jewei­li­ge För­der­geld­emp­fän­ger zur deut­schen Natio­nal­kul­tur bekennt und der deut­schen Kul­tur­tra­di­ti­on mit Respekt begeg­net. Die vor­ge­schla­ge­ne Erklä­rung begrün­det kei­ne Gesin­nungs­kon­trol­le. Sie ver­langt weder poli­ti­sche Gleich­för­mig­keit noch schränkt sie die Frei­heit von Kunst und Kul­tur ein. Wer öffent­li­che För­de­rung in Anspruch nimmt, darf erwar­ten las­sen, dass er Deutsch­land, sei­ne Natio­nal­kul­tur und sei­ne frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Ord­nung nicht ver­ächt­lich macht oder untergräbt.

Antrag
Bekennt­nis zu Staat, Demo­kra­tie und deut­scher Kul­tur als Vor­aus­set­zung staat­li­cher Kulturförderung

Der Land­tag wol­le beschließen:

Die Lan­des­re­gie­rung wird auf­ge­for­dert, dafür Sor­ge zu tra­gen, dass Emp­fän­ger von Kul­tur­for­de­rung des Lan­des Sach­sen-Anhalt oder sei­ner Kom­mu­nen fol­gen­de Erklä­rung abzu­ge­ben haben:

„Hier­mit bestä­ti­gen wir, dass wir uns zur Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land als unse­rem frei­heit­li­chen und demo­kra­ti­schen Natio­nal­staat beken­nen. Wir beken­nen uns zu unse­rem Bun­des­land Sach­sen-Anhalt. Wir beken­nen uns zur deut­schen Natio­nal­kul­tur, die uns alle ver­bin­det und jeder­mann zur Aneig­nung offensteht.

Wir ver­ste­hen unser Schaf­fen als Aus­druck leben­di­ger deut­scher Kul­tur und begeg­nen der deut­schen Kul­tur­tra­di­ti­on mit Respekt.

Wir wer­den dafür Sor­ge tra­gen, dass unser Pro­jekt und die in sei­nem Rah­men geför­der­ten Akteu­re sich nicht gegen den Gedan­ken der Völ­ker­ver­stän­di­gung rich­ten, Deutsch­land und sei­ne Kul­tur nicht ver­ächt­lich machen und nicht danach trach­ten, Demo­kra­tie und Frei­heit zu untergraben.”

Die Erklä­rung ist als ver­bind­li­che För­der­grund­la­ge in die ent­spre­chen­den För­der­richt­li­ni­en auf­zu­neh­men. Bei schwer­wie­gen­den oder vor­sätz­li­chen Ver­stö­ßen gegen die abge­ge­be­ne Erklä­rung sol­len För­der­mit­tel ver­sagt, wider­ru­fen oder zurück­ge­for­dert wer­den können.

Begrün­dung

Die deut­sche Kul­tur bil­det die Grund­la­ge unse­rer natio­na­len Iden­ti­tät und den ver­bin­den­den Rah­men unse­rer gewach­se­nen gesell­schaft­li­chen Ord­nung. Sie ver­dient Schutz, Pfle­ge und Wertschätzung.

Die Kul­tur­för­de­rung des Lan­des Sach­sen-Anhalt dient dem Erhalt und der Fort­ent­wick­lung die­ser kul­tu­rel­len Grund­la­gen. Es ist daher legi­tim und gebo­ten, dass Emp­fän­ger staat­li­cher För­der­mit­tel ein Min­dest­maß an Loya­li­tät gegen­über dem demo­kra­ti­schen Gemein­we­sen, dem Land Sach­sen-Anhalt und der deut­schen Kul­tur­na­ti­on erken­nen lassen.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ist zuneh­mend zu beob­ach­ten, dass öffent­li­che Mit­tel auch Pro­jek­ten und Ein­rich­tun­gen zuflie­ßen, deren anti­deut­sche Akteu­re Deutsch­land vor­nehm­lich als Pro­blem, sei­ne Geschich­te aus­schließ­lich als Last und sei­ne Kul­tur als über­hol­tes oder gar kri­tik­wür­di­ges Kon­strukt dar­stel­len. Teil­wei­se wer­den mit Steu­er­gel­dern Pro­jek­te unter­stützt, die natio­na­le Iden­ti­tät grund­sätz­lich infra­ge stel­len oder die gesell­schaft­li­che Spal­tung vertiefen.

Der Staat ist grund­sätz­lich nicht ver­pflich­tet, mit öffent­li­chen Mit­teln Akti­vi­tä­ten zu för­dern, die sich gegen die kul­tu­rel­len Grund­la­gen des Gemein­we­sens rich­ten. Wer öffent­li­che För­de­rung in Anspruch nimmt, darf erwar­ten las­sen, dass er Deutsch­land, sei­ne Natio­nal­kul­tur und sei­ne frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Ord­nung nicht ver­ächt­lich macht oder untergräbt.

Die vor­ge­schla­ge­ne Erklä­rung begrün­det kei­ne Gesin­nungs­kon­trol­le. Sie ver­langt weder poli­ti­sche Gleich­för­mig­keit noch schränkt sie die Frei­heit von Kunst und Kul­tur ein.

Oli­ver Kirchner
Fraktionsvorsitz

Antrag als PDF-Datei
https://afdfraktion-lsa.de/bekenntnis-zu-staat-demokratie-und-deutscher-kultur-als-voraussetzung-staatlicher-kulturfoerderung/
https://padoka.landtag.sachsen-anhalt.de/files/drs/wp8/drs/d7118aan.pdf
16.6.2026